Wie funktioniert ein Annuitätendarlehen?
Das Annuitätendarlehen ist die typische Form der privaten Baufinanzierung in Deutschland. Während der Sollzinsbindung bleibt die vereinbarte Rate meist konstant, ihre Zusammensetzung verändert sich jedoch jeden Monat.
Rate aus Zins und Tilgung
Die anfängliche Jahresrate lässt sich näherungsweise als Darlehensbetrag × (Sollzins + anfängliche Tilgung) berechnen. Durch zwölf geteilt entsteht die Monatsrate. Die exakte Rechnung berücksichtigt die monatlich sinkende Restschuld.
Warum der Tilgungsanteil steigt
Zu Beginn wird der Zins auf eine hohe Restschuld berechnet. Mit jeder Tilgung sinkt diese Grundlage. Bei gleichbleibender Rate wird deshalb der Zinsanteil kleiner und der Tilgungsanteil größer.
Restschuld am Ende der Zinsbindung
Eine zehn- oder fünfzehnjährige Zinsbindung ist nicht automatisch die Gesamtlaufzeit. Die verbleibende Restschuld hängt vor allem von Darlehenshöhe, Sollzins, Tilgung, Laufzeit und Sondertilgungen ab.
Was der Rechner nicht entscheidet
Die Modellrechnung berücksichtigt keine individuelle Bonität, keinen bankinternen Beleihungswert und nicht alle Vertragskosten. Effektivzins, Bereitstellungszinsen und Tilgungswechsel müssen im konkreten Angebot geprüft werden.
Quellen und Grenzen
Die Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen weder ein Kreditangebot noch individuelle Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung. Konditionen, Förderprogramme und rechtliche Details müssen für den Einzelfall geprüft werden.
Berechnungsgrundlagen von WohnMatheVerbraucherzentrale: ImmobilienfinanzierungDeutsche Bundesbank: Wohnungsbaukredite